Wir sind das
Kipppunkt Kollektiv

Im Jahr 2018 haben sich einige von uns zusammengetan, um gemeinsam Bildungsarbeit für Klimagerechtigkeit zu machen. Wir wollten dabei voneinander und miteinander lernen. Und Inhalte und Methoden so teilen, dass wir damit viele Menschen, möglichst gut erreichen können. Im Laufe der Zeit sind einige zum Kollektiv hinzugekommen, andere haben sich auf neue Wege begeben. Aktuell sind wir elf.

Keine Chef*innen, geteilte Verantwortung

Mit unserer Arbeit am, im und für das Kipppunkt Kollektiv werkeln wir an einer Realutopie: Bei uns gibt es keine formalen Hierarchien, keine Chef*innen, dafür viel geteilte Verantwortung und den Anspruch, Entscheidungen gemeinsam im Konsens zu treffen. Und statt fester Stundenlöhne teilen wir unsere Einnahmen zahlen bedarfsorientiert und solidarisch.

Einen Teil der Utopie von einer gerechteren, demokratischeren Gesellschaft versuchen wir so bereits in die Tat umzusetzen – und probieren dabei aus, wie sich ein anderes Miteinander anfühlen kann, wo Schwierigkeiten aufkommen können und wie wir sie gemeinsam überwinden können.

Menschen im
Kipppunkt Kollektiv

In unsere Arbeit fließen Erfahrungen aus vielfältigen Hintergründen: verschiedenen Berufsausbildungen, Freiwilligendiensten, Politik-, Sozial-, Wirtschafts- und Umweltwissenschaften, Tanzpädagogik und Embodiment, Journalismus, Mediation und Aktivismus in sozialen Bewegungen. Wer im einzelnen sind – und was uns bewegt.

Andrina
Andrina
Andrina ist seit 5 Jahren als freie politische Bildungsreferentin aktiv und fokussiert sich dabei stets im- oder explizit auf einen diversitäts-und diskriminierungssensiblen Ansatz. Für unbewusste Denkmuster und stereotype Vorstellung, Vielfalt und Toleranz, Kooperation und Chancen- gleichheit zu sensibilisieren und Alternativen aufzuzeigen, ist für sie extrem wichtig – beruflich wie auch privat. Machkritische Bildungsarbeit zu Klima- gerechtigkeit ist nötig, um derzeitige und zukünftige klima-und umweltpolitische Konfliktfelder gemeinsam zu erforschen.
Charly
Charly
Charly ist beruflich in der naturpädagogischen Arbeit mit Grundschulkindern zuhause. Gemeinsam mit ihnen möchte sie Zukunft gestalten und erkundet dafür mit ihnen die Wunder und Zusammenhänge von Natur und Umwelt. Aber die Zukunft wird eben auch von den heutigen Erwachsenen gestaltet – und das passiert derzeit leider viel zu oft auf keine gerechte Weise. Gemeinsam mit dem Kollektiv möchte Charly auf die heutigen Krisen reagieren und zusammen für eine gerechtere und bessere Welt streiten.
Anne
Anne
Anne denkt, auf der Suche nach Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen sollten wir nicht zuletzt auch im Inneren stöbern, und sowohl hier als auch da Veränderung anzustoßen. Sie bastelt mit Freude an einer Welt mit mehr Gemeinschaftlichkeit und Verantwortung für einander und findet in ihrer queeren Lebensrealität Inspiration dafür. Im Kollektiv nutzt sie Bildungsarbeit, um Andere für eine zukunftsfähige Welt zu begeistern. Zum Auftanken hängt Anne sich am liebsten an hohe Wände, malt oder hört dem Gras beim Wachsen zu.
Caro
Caro
Das globale Klima ist sicherlich ziemlich komplex – Aber muss etwas Komplexes auch gleichzeitig kompliziert und schwer verständlich sein? Caro ist sich da nicht so sicher und hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, komplexe Zusammenhänge leicht verständlich machen – sowohl für sich als auch für Andere. Neben Vorträgen und Workshops versucht sie dieses Ziel auch mit Visualisierungen und Illustrationen zu erreichen, weil es uns manchmal über ein Bild besser gelingt mehrere Sachverhalte gleichzeitig zu erfassen. In ihrer Freizeit streichelt sie gerne Pilze.
Lena
Lena
Aufgeweckt und als Energiebündel bekannt, ist Lena motiviert Bildungsarbeit auf den Kopf zu stellen. Konkret bedeutet das, Lernmomente durch Partizipation und in solidarischen Gruppensituationen entstehen zu lassen. Die Leidenschaft für komplexe Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme, die aber dringend Lösungen bedürfen, haben Lena in Bewegung gebracht und treiben sie an sich politisch zu engagieren.
Jana
Jana
Jana ist überzeugt, dass Veränderung dort beginnt, wo echte Verbindung entsteht. In ihrer Arbeit bringt sie Geographie, politische Bildung und zeitgenössischen Tanz zusammen, um kollektive Lernräume zu schaffen, die berühren und bewegen. Sie verbindet systemisches Denken mit einer machtkritischen, inklusiven Haltung und interessiert sich dafür, Menschen zu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und Transformation gemeinschaftlich zu gestalten.
Tobi
Tobi
Tobi ist vor einigen Jahren aus der Wirtschaftswelt ausgestiegen und seither mit Herz, Hand und Kopf in der Klimagerechtigkeitsbewegung aktiv. Er hat große Freude daran, Räume zu schaffen, in denen Menschen interaktiv und kollaborativ Neues lernen und miteinander wachsen können. Am liebsten organisiert und moderiert er Gruppenprozesse zur strategischen Bearbeitung von komplexen Problemstellungen, gibt aber auch gerne Einzel-Workshops. Besonders wichtig ist ihm in allen Formaten eine konstruktive und achtsame Gruppendynamik in der das gemeinsame Lernen und Arbeiten Spaß macht und sich ALLE wohl, sicher und willkommen fühlen.
Henna-Elise
Henna-Elise
Henna-Elise ist wichtig, dass die Teilnehmenden erfahren und erleben, wie sie sich selbst ermächtigen um transformierend wirken zu können. In den Workshops verbindet sie kreative Ansätze aus ihrer tanzpädagogischen Arbeit: Improvisation, Performance und Körper-wahrnehmungstechniken. Ihre Arbeit gründet in „Active Hope“: Wie können wir uns auf persönlicher Ebene mit der Realität der ökologischen Krise verbinden, um daraus Engage-ment und Kraft zu schöpfen? Henna-Elise lädt alle dazu ein, neue, wilde, gerechte und konkrete Zukunftsvisionen zusammen zu gestalten und auszuprobieren: Sowohl auf den Straßen, auf der Bühne als auch in Aktionen des zivilen Ungehorsams.
Foto: Anna Muotka
Joschi
Joschi
Joschi mag Glitzer und kontroverse Diskussionen. Als sehr aufgedrehter und emotionaler Mensch mag Joschi die Energie, die aus Gruppenprozessen entstehen kann. Joschi kommt vom Land und ist in bäuerlichen Verhältnissen aufgewachsen. Wichtig ist Joschi die verständliche Vermittlung von komplexen Informationen und die Verwendung inklusiver Sprache. Joschi möchte einen Raum schaffen, in dem sich alle wohl fühlen und austauschen können. Selbstkritik und Reflexion sind dabei das Fundament der Bildungsarbeit. Durch die Wildnispädagog*innenausbildung möchte Joschi neue Formen der Erfahrung von Mensch und Umwelt mit einbringen und ausprobieren.
Nambur
Nambur
Nambur (dey/deren) steckt voller Motivation für das gute Leben für alle (außer für Nazis;) und liebt kollektive Organisierungsformen. Politische Diskussionen, emotionale Arbeit, eine Kultur der Wertschätzung, Selbstreflexion und sehr viel liebevoller Kritik sind laut Nambur essenziell damit wir alle zusammen lernen und verlernen können! Ansonsten hat dey ein gutes Gefühl für Gruppenkontexte und unterschiedliche Bedürfnisse und ist besonders gern in queerfeministischen und antiautoritären Kontexten unterwegs. Die Bratsche ist das absolute Lieblingsinstrument, Eisbaden die beste Winterbeschäftigung und bald wird hoffentlich eine politische Band gegründet.
Johannis
Johannis
Politische Themen lernt man am besten, wenn man selbst mitdenkt und mitdiskutiert, ist sich Johannis sicher. Darum achtet Johannis auf eine rücksichtsvolle Atmosphäre und nimmt in Workshops eher eine moderierende Rolle ein. Johannis beschäftigt sich neben Klimagerechtigkeit viel mit nachhaltigem Wirtschaften und ist aktivistisch in der Klimagerechtigkeitsbewegung unterwegs. Johannis Lieblingsablenkung ist das Recherchieren von Zugstrecken und Reiserouten.